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Auslandsaufenthalt

Far, far away: Lust auf einen Auslandsaufenthalt?

Die Husqvarna Group ist weltweit tätig. Was das bedeutet, können Sie, sofern Sie möchten, natürlich auch selbst erleben: Denn wir bieten Ihnen während Ihrer Ausbildung bzw. Ihres Studiums die Möglichkeit, für einige Zeit ins Ausland zu gehen! Unsere Azubis können Niederlassungen in z. B. England oder Tschechien kennenlernen, dualen Studenten stehen beispielsweise Australien, Spanien, England, Frankreich und Schweden (während der Praxisphase) oder Südafrika, Spanien und China (Auslandssemester) offen. Wann und wo genau, entscheiden Sie gemeinsam mit uns, je nach Ihren Interessen. Klar, dass wir Ihnen auch finanziell unter die Arme greifen! Für alle Fragen rund um die Organisation Ihres Auslandsaufenthalts stehen Ihnen Ansprechpartner in allen Ländervertretungen zur Verfügung. Erweitern Sie Ihren Horizont mit uns!
Hier berichten einige Azubis über ihre Auslandsaufenthalte:

Erfahrungsbericht England (Linda Weiss, Auszubildende zur Industriekauffrau)

„Der dreiwöchige Aufenthalt in London am European College of Business and Management (ECBM) war für mich ein sehr interessantes, aufregendes und spannendes Erlebnis! Ich war in einer Gastfamilie untergebracht und habe dadurch viele zusätzliche Erfahrungen gesammelt. Während meiner drei Wochen dort gingen alle Husqvarna-Azubis täglich zur Schule und lernten abends für die bevorstehenden Prüfungen. Natürlich kam die Freizeit auch nicht zu kurz: Wir machten ausgiebige Sightseeing- und Shoppingtouren und besuchten – natürlich – auch die berühmten Londoner Pubs. Am Ende standen eine schriftliche und eine mündliche Prüfung über den gelernten Stoff. Doch das war noch nicht alles: Vier Wochen nach unserer Rückkehr mussten wir noch eine sogenannte „executive summary“ abgeben.

Mein Fazit? Ich würde mich jederzeit wieder für diesen Auslandsaufenthalt entscheiden, da er mich sowohl persönlich als auch beruflich enorm weitergebracht hat. Der Umgang mit der englischen Sprache wurde vor allem auch durch das Leben in der Gastfamilie trainiert und gefestigt. Dass ich diese Erfahrungen während meiner Ausbildungszeit machen konnte, war übrigens auch ein großes Plus für meine berufliche Zukunft! Durch meine Praktikumswochen in London, für die ich auch ein Zertifikat bekam, ergab sich für mich die Chance, an der ECBM den Studiengang Business and Management zu belegen. Jetzt bin ich nebenberuflich Studentin am ECBM und werde dort meinen „Bachelor (hons) in Business and Management“ machen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmals bei Frau Schacher bedanken, die es uns ermöglich hat, diese einzigartige Erfahrung zu machen. Danke!“


Erfahrungsbericht England (Dennis Tschierschke, Auszubildender zum Werkzeugmechaniker)

„Ich habe mein Auslandspraktikum in Torquay/Plymouth in England absolviert. In dieser Zeit habe ich sehr viel dazugelernt, sei es in Sachen Kultur, Arbeitswelt, oder einfach nur sprachlich… Und trotz eines wirklich guten Vorbereitungskurses haben wohl alle, die mit von der Partie waren, in jeder Hinsicht einen Kulturschock erlitten. Im wahrsten Sinne des Wortes: Andere Länder, andere Sitten! Doch wir erwiesen uns alle als ziemlich flexibel, passten uns schnell an und hatten eine wunderbare Zeit.

Am Ankunftstag ging es vom Flughafen London-Heathrow aus zunächst mit Bus-Taxis quer durch England zu unseren Gastfamilien. Eine prima Gelegenheit, die Tücken des Linksverkehrs kennenzulernen! Gemeinsam mit drei anderen Azubis ging es zum Gastvater. Kaum eingetreten, fühlten wir uns schon wie daheim.

Offizieller Beginn war am Dienstag: Wir wurden von der Organisation „Training Partnership“ begrüßt, die uns alle Formalia erklärte. Gleichzeitig lernten wir unsere Lehrerin für den „Crossing Culture Course“ kennen, in dem alle wichtigen Dinge für ein professionelles Auslandspraktikum geklärt bzw. vermittelt wurden. Jeden Donnerstag fand ein „Student Weekly Meeting“ statt. Hier trafen sich alle Azubis aus allen Ländern, die derzeit ein Praktikum in Torquay machten. In der ersten Woche war der Anlaufpunkt Kents Cavern, eine der ältesten Tropfsteinhöhlen der Welt. Ende der ersten Woche hieß es für mich, die Koffer zu packen und 30km weiter zu ziehen – nach Plymouth, eine Industriestadt direkt am Meer.

Ab der zweiten Woche begann das Praktikum im englischen Arbeitsleben. Alderman Tooling Ltd. war mein Betrieb: Stanz- und Umformtechnik mit modernsten, CNC-gesteuerten Maschinen. Ich richtete Maschinen ein und musste Werkstücke nach Zeichnung fach- und normgerecht herstellen. Das „Weekly Meeting“ fand in Dot's Pantery statt - einer familiengeführten Bäckerei, die selbstgebackene Kuchen und Cupcakes führt. Die dritte Woche führte uns ins Torquay Museum, wo wir etwas über die Geschichte der Stadt erfuhren. Selbstverständlich wurden die Wochenenden ebenfalls ausgiebig genutzt! An einem Wochenende besichtigten wir London. Auch das Nightlife kam nicht zu kurz: Die Engländer verstehen auf jeden Fall zu feiern. Wo immer man ist: Discos, Pubs und Bars soweit das Auge reicht! Der vierte und letzte Anlaufpunkt im Rahmen der „Weekly Meetings“ war das Babbacombe Modell Village, die Miniaturstadt Torquays. Hier erhielten wir dann auch unsere Zertifikate und die vorläufige Verabschiedung durch Training Partnership.


Nach diesem Praktikum kann ich auf den Fall sagen, dass das nicht mein erster und letzter Besuch in England war! Würde mein Chef mich fragen, ob ich für eine Geschäftsreise oder gar einen festen Arbeitsplatz nach England gehen würde, wäre meine Antwort: Ja! England ist ein sehr schönes Land. Ich kann allen zukünftigen Azubis nur sagen, dass ihr euch gar nicht so viele Sorgen machen müsst. Der Aufenthalt ist super und lohnt sich wirklich, und ich habe es nicht bereut!“


Erfahrungsbericht Schweden (Julia Meinel, duale Studentin B. Eng. Maschinenbau)

„Am Anfang stand natürlich meine Entscheidung, dass ich gerne eine Praxisphase im Ausland absolvieren würde. Mit unserer Ausbildungsleiterin habe ich darüber gesprochen, welche Einsatzmöglichkeiten es gibt, und habe mich für Schweden entschieden.

Als nächstes musste ich einen Lebenslauf (CV) und ein Bewerbungsschreiben in Englisch verfassen. Dann hieß es warten, warten – und schließlich konnte ich mich über die Zusage freuen! Nun liefen die Vorbereitungen an: Flug buchen, die Details besprechen und einen Reiseführer kaufen. Ein Buch zur schwedischen Kultur und ein Deutsch-Schwedisch-Wörterbuch durften natürlich auch nicht fehlen. Je mehr ich mich dann mit dem Land und der Sprache beschäftigte, umso größer wurde meine Vorfreude und ich konnte es kaum erwarten, bis es endlich losging! Im Juli stieg ich ins Flugzeug – und schon der Anfang war einfach super. Der Teamleiter meiner zukünftigen Einsatzabteilung holte mich vom Busbahnhof ab, zeigte mir meine Wohnung und gab mir auch gleich ein paar Tipps, wo ich was finde und wie ich zur Niederlassung komme.

Vor Ort machte ich als Erstes eine vergleichende Analyse verschiedener Kettensägen. Dazu war ich im Labor und durfte beide Maschinen auseinandernehmen. Orientiert habe ich mich an einem Testcode, der für diesen Vergleich gedacht ist. Den zweiten Teil meiner Praxisphase verbrachte ich in der Konstruktion. Hier durfte ich die Filteraufbewahrung für ein Kettensägenmodell neu konstruieren. Vorgegeben waren nur der Raum und der Filter, der hineinpassen musste, die Lösung des Problems war mir dann überlassen. In dieser Zeit habe ich viel von einem Kollegen gelernt, der mir zum einen viele neue Funktionen im CAD-System erklärte, zum anderen aber auch, wie in Schweden konstruiert wird und wie die „Regeln“ hier sind. Die Kollegen waren alle sehr hilfsbereit und wann immer ich eine Frage hatte, konnte ich mich an sie wenden. Das Arbeitsklima war sehr angenehm und bei der nachmittäglichen „Fika“ (Kaffee und Kuchen) konnte man sich in entspannter Stimmung mit anderen Kollegen austauschen.

Meine Zeit bestand freilich nicht nur aus Arbeit! Am Wochenende war ich meistens unterwegs, habe verschiedene Städte besucht oder war in der herrlichen Region um den Vätternsee wandern. Die Menschen dort sind sehr offen und freundlich. Ich konnte die schwedische Kultur hautnah erleben und habe meine Zeit dort sehr genossen. Alles in allem hat sich mein Auslandspraktikum auf jeden Fall gelohnt und ich würde es jederzeit wieder machen. Ich freue mich schon darauf, wieder nach Schweden zu gehen, sei es geschäftlich oder privat.“


Erfahrungsbericht Spanien (Melina Pflüger, duale Studentin B. A. International Business)

„Ein Highlight meines dualen Studiums bei der Husqvarna Group war auf jeden Fall mein dreimonatiger Praxisaufentahalt in der Vertriebsgesellschaft in Madrid! Dort habe ich nicht nur meine Sprachkenntnisse vertieft, sondern auch viel über die Arbeit im Konzern und interkulturelles Verständnis gelernt. Ein Praxissemester im Ausland kann ich wirklich jedem empfehlen. Wenn man dann noch von seiner Firma unterstützt wird, kann fast nichts schief gehen!“

„Mein Praxissemester bei Husqvarna España in Madrid war der Hauptgewinn schlechthin. Einmal über den Tellerrand blicken und sehen, wie in anderen Kulturkreisen gelebt und gearbeitet wird, ist einfach unbezahlbar! Außerdem konnte ich meine Sprachkenntnisse noch vertiefen und anwenden. Klares Fazit: Jederzeit wieder!“


Erfahrungsbericht Auslandssemester in Südafrika (Michaela Imbrogno, duale Studentin B. A. International Business)

„Drei Monate, die es in sich hatten: andere Lernmethoden, außergewöhnliche Leute, neue Kulturen und ein extrem facettenreiches Land! Die DHBW ermöglichte mir, ein Auslandssemester an der Durban University of Technology, Südafrika, zu absolvieren. Der Unterschied zum Studium an einer Dualen Hochschule in Deutschland war schnell ersichtlich: So herrschte in Südafrika eher Universitätsalltag mit relativ freier Kurswahl sowie Zeiteinteilung. Studenten der verschiedensten Nationen studierten dort zusammen.

Für mich besonders bereichernd war, dass ich diverse Studieninhalte aus einer völlig neuen - nämlich der südafrikanischen - Sicht, betrachten, mein Englisch verbessern und mir neue kulturelle Einstellungen und Ansichten aneignen konnte. Daher war es für mich nicht nur ein interessanter Studienaufenthalt mit neuen Abläufen und vielen Infos zur südafrikanischen Geschäftswelt, sondern auch die Möglichkeit, die Menschen und ihre Kultur sowie eine atemberaubende Natur kennenzulernen.

Mein Fazit: Ich kann jedem nur empfehlen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen! Die Menschen sind sehr herzlich, die Kontraste innerhalb des Landes und hinsichtlich der Lebensbedingungen sind bedeutend und der Studienalltag ist – verglichen mit Deutschland – wirklich aufregend. Es ist eine einmalige Chance, neue Erfahrungen und Eindrücke in einem faszinierenden Land zu sammeln!“


Erfahrungsbericht China (Julia Meinel, duale Studentin B. Eng. Maschinenbau)

„Bevor ich mein Auslandssemester antreten konnte, musste ich zunächst zum Auslandsamt der DHBW in Heidenheim. Dort erhielt ich alle notwendigen Informationen zum Austauschprogramm mit der Lingnan Universität. Nachdem ich mich für Hongkong als Studienort entschieden hatte, schickte ich – mit Zustimmung unserer Ausbildungsleiterin – meine Bewerbung für das Programm los. Ich musste erklären, warum ich gerne nach China möchte und unter anderem begründen, wie ich persönlich davon profitieren kann. Danach folgten ein Auswahlverfahren und ein Bewerbungsgespräch für die Teilnahme. Eine Woche später bekam ich meine Zusage für Hongkong! Mit meinem Studiengangsleiter habe ich besprochen, welche Kurse ich dort zu belegen habe – und nachdem mein Visum bewilligt worden war, buchte ich meinen Flug nach China.

Vorab schickte die Partneruni mir ein Handbuch über die Universität selbst und über Hongkong, damit man sich im Vorfeld ein wenig informieren konnte. Mitte August packte ich meine Koffer und los ging die Reise! Vor Ort stellte ich schnell fest, dass die Studienkultur in Hongkong völlig anders ist als in Deutschland. Die Kurse bestehen aus sehr vielen zusätzlichen Aufgaben und Präsentationen, die für die Vorlesung vorbereitet werden müssen. Diese wurden immer in Gruppenarbeit bzw. in verschiedenen Teams ausgearbeitet. Dabei lernte man sehr viel über die Arbeitsweise und Kultur der chinesischen Studierenden, aber auch über die eigene Kultur und wo die beiden Kulturen aufeinandertreffen. Die chinesische Arbeits- und Lebensweise ist gänzlich anders als unsere. Das fängt beim Essen an – hier wird alles gekocht und schon zum Frühstück gibt es Reis – und hört bei den Wachzeiten nicht auf: Die meisten Studierenden bleiben bis spät in die Nacht auf und gehen erst gegen drei Uhr ins Bett. Dementsprechend ist es unklug, Teammeetings auf zehn Uhr morgens zu legen, da es dann schon mal passieren kann, dass man der Einzige in der Runde ist…

Am Anfang kommen einem die Menschen hier eher kalt und unfreundlich vor. Wenn man sie aber erst einmal persönlich kennenlernt, erweisen sie sich als sehr hilfsbereit und freuen sich, wenn sie ihre Kultur mit jemandem teilen können. Beim gemeinsamen Kochen und „Gathering“ lernt man sehr viel über die Menschen und ihre Sichtweise.

Durch mein Auslandssemester habe ich ein viel besseres Verständnis für die chinesische Kultur bekommen, auch hinsichtlich der Arbeitsweise und der Probleme, die bei einer Zusammenarbeit entstehen können. In der Zeit in Hongkong habe ich auch sehr viel über meine eigene Kultur gelernt und wie sie von anderen wahrgenommen wird, wo es Konfliktpotenzial gibt und wie man Probleme am besten angeht. Beispielsweise wird es in China nicht gern gesehen, wenn man Probleme direkt mit Kollegen bespricht, da dies zu einem Gesichtsverlust der betreffenden Person führen könnte. Daher sollte man Probleme immer über den Chef bzw. – in meinem Fall – über den Professor regeln, ansonsten kann es passieren, dass der Kollege einfach so tut, als ob nichts wäre, um eben sein Gesicht zu wahren.

Aber ich habe nicht nur etwas in Bezug auf meine eigene oder die chinesische Haltung gelernt, sondern vor allem auch ein besseres Verständnis für fremde Menschen in meinem eigenen Land bekommen. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn man in einem anderen Land ist, die Sprache nicht versteht und nur, weil man Ausländer ist, z. B. länger auf sein Essen warten muss. Das Semester in China hat mir auch in puncto interkulturellem Wissensgewinn viel gebracht. Ich habe einerseits ein besseres Verständnis für eine neue, fremde Kultur bekommen, andererseits viel über meine eigene gelernt.

Trotzdem weiß ich nicht, ob ich noch einmal für eine so lange Zeit nach Hongkong gehen würde. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass es streckenweise doch sehr schwierig war, besonders die fehlende Privatsphäre durch ständige Videoüberwachung und das Zimmer, das man sich mit einer weiteren Person geteilt hat. Aber ich habe auch sehr viele nette Menschen kennengelernt und wesentliche positive Erfahrungen gemacht. Alles in allem war mein Auslandsemester ein großer Wissensgewinn für mich und ich möchte diese Zeit auf keinen Fall missen! Un noch etwas habe ich gelernt: Es ist durchaus möglich, fünf Monate auf einem Brett und einer Matte zu schlafen :D!“